Jahreshauptversammlung am 30. Januar 2026

Margit Trittin • 30. Januar 2026

Jahreshauptversammlung Rhönklub Zweigverein Gersfeld am 30.01.2026


Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Gersfelder Rhönklub Zweigvereins vermittelte einen Rückblick auf das Jahr 2025. Die Vorsitzende Margit Trittin berichtete über die erfreuliche Tatsache, dass die Geschäftsstelle des Gesamtrhönklubs nach 150 Jahren von Fulda nach Gersfeld gezogen ist. Gleichzeitig betonte sie, dass es für den Gersfelder Verein und seine Mitglieder eine Verpflichtung sei, den Hauptvorstand und die Damen der Geschäftsstelle zu unterstützen. Am 08.08. und 09.08.2026 wird der Rhönklub sein 150-jähriges Bestehen in Gersfeld feiern. Hier sind die Vereinsmitglieder ebenfalls gefordert das Jubiläum zu einem freudigen Fest für den Verein und für die Rhön und Gersfeld zu gestalten.


Im Rückblick auf das vergangene Jahr wies die Vorsitzende noch einmal auf die Feier 100 Jahre Trachtengruppe, das 75-jährige Bestehen des Deutschen Aeroclubs mit einer Wanderung auf die Wasserkuppe, die Kippelbachfeier und die weiteren Stolpersteinverlegungen in Gersfeld hin. Ein besonderes Highlight war für den Verein die Einweihung der Extratour Gersfeld. Der Wegewart Manfred Weinig hatte gemeinsam mit dem Naturpark Rhön die Strecke ausgesucht und markiert. Die neue Extratour wird sehr gut angenommen. Von der Einweihung im April 2025 bis zum Oktober 2025 sind über 10.000 Personen auf der Extratour gewandert.


Die Wanderwartin Sabrina Heid zählte die in 2025 angebotenen Wanderungen auf. Insgesamt sind 96 Wanderungen durch die Wanderführer des Gersfelder Rhönklubs begleitet worden. Neben den Wanderungen des Vereins, sind es die von der Stadt Gersfeld angebotenen Freitagswanderungen, Wandergruppen und Busgruppen begleitet sowie Stadtführungen übernommen. Manfred Weinig hat insgesamt 29 Gourmetführungen durchgeführt. In 2025 sind 2 Seniorenwanderungen angeboten worden, die großen Anklang fanden. Die Familienwanderungen hatten ebenfalls guten Zuspruch.

Frau Sabine Martin vom Kulturteam des Gersfelder Rhönklubs, gab in der Versammlung einen Rückblick auf die Kulturveranstaltungen, u.a. Besuch Konzert Schlagerperlen, Winterzeitkino, Jagdhornblasen, Führung in Schlitz, Kabarett im Kulturkeller und Revue in Meiningen.


Für den Arbeitskreis Geschichte und Denkmalpflege berichtete Jan Gutermuth über die Absicht die Siedlung Veylberg zu ergründen, eine Tafel zur Schneeburg aufzustellen sowie über die Mitwirkung bei der Geschichte der Turnhalle Gersfeld. Bei 2 Stolpersteinverlegungen in Gersfeld waren auch Nachfahren ehemals in Gersfeld beheimateter Juden dabei. Die Angehörigen kamen aus Israel, Australien und USA. Zwei Ausstellungen, zum einen über die abgesiedelten Dörfer im Truppenübungsplatz und zum anderen über die Geschichte der Juden in der Rhön haben in der Galerie Gersfeld stattgefunden.


Der Singkreis des Gersfelder Rhönklubs traf sich insgesamt 12 Mal. Unter der musikalischen Begleitung von Renate Müller, Karin Boll, Wolfgang und Andrea Weinig wurden Volksweisen und Rhöner Lieder gesungen.

Der Platt-Stammtisch konnte neue Personen gewinnen. Neben der Beteiligung am Rhöner Hörkalender, dem Besuch des Rhönmuseums in Fladungen und einem dargebotenen Sketch im „Welcome In“ in Fulda, informierten sich die Platt-Schwätzer über die Imkerei von Waldemar Niebling in Platt. Waldemar Niebling als Naturschutzwart berichtete von der Säuberung der Nistkästen gemeinsam mit Helmut Schleicher und der Lupinenmahd auf der Hohen Rhön.


Der 2. Vorsitzende des Vereins Jan Gutermuth, die 2. Kassenwartin Petra Filke, der 2. Schriftführer Stefan Schleicher, der Naturschutzwart Waldemar Niebling und neu im Vorstand die 2. Beisitzerin Susi Maul wurden einstimmig gewählt.


Die Vorsitzende gab zum Abschluss noch eine Übersicht über die geplante Jubiläumsveranstaltung des Rhönklubs im August 2026 und dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern. Der Bürgermeister Dr. Steffen Korell sprach den Dank der Stadt Gersfeld an die Rhönklubmitglieder für ihre umfangreiche Unterstützung der touristischen Aktivitäten der Stadt Gersfeld aus und erklärte, dass die Stadt Gersfeld die Jubiläumsveranstaltung am 08.08/09.08.2026 tatkräftig unterstützen wird.

von Marcel Bühner 9. August 2026
Jubiläum 150 Jahre Rhönklub e. V. in der Justus-Schneider-Str. und im Schlosspark in Gersfeld
von Ingrid Boll-Mehler 2. August 2026
E-Bike-Tour am 2. Aug. 2026 in die bayerische Rhön Zu unserer zweiten E-Bike-Tour in diesem Jahr trafen wir uns am Sonntag, 02.08.2026, um 12:30 Uhr auf dem Gersfelder Marktplatz Nach Begrüßung und Besprechung des Streckenverlaufs starteten wir bei herrlichem Sommerwetter. Bevor wir auf den Sattel stiegen, machte ein Gersfelder Bürger noch ein Startfoto von uns mit allen 9 Teilnehmern. Wir fuhren dann mit unseren E-Bikes über die Straße Am Dammel auf dem Radweg nach Rodenbach, an der Schwedenschanze vorbei, runter nach Oberweißenbrunn, Frankenheim und über den Bischofsheimer Marktplatz. Weiter ging es über den Radweg, mitten durch Felder und Wiesen, nach Weisbach, Sondernau, Oberelsbach und Urspringen. Zwischendurch machten wir immer wieder kleine Trinkpausen. Von Urspringen fuhren wir dann rund 4 km die Straße hinauf zur Thüringer Hütte, was auch durchaus für E-Bike-Fahrer anstrengend sein kann, wenn man nicht auf höchster Energiestufe fährt. Bei Kaffee / Kuchen und kühlen Getränken machten wir auf der Terrasse der Thüringer Hütte eine Einkehrpause. Mit unserem Kuchen mussten wir teilweise ins Gebäude flüchten, da die Wespen an unseren Schnittchen sehr „interessiert“ waren. Gestärkt gings dann weiter hoch zur Hochrhönstraße, die wir ein kleines Stück Richtung Bischofsheim gefahren sind. Nach dem Abbiegen auf die Landesstraße Richtung Wüstensachen entschieden wir uns, direkt über den Heidelstein zu fahren; alternativ hätten wir die Strecke über die Ulsterquelle wählen können. Auf der Panorama-Bank, direkt am Heidelstein, wurden wir mit herrlicher Fernsicht für unseren Weg belohnt, auch wenn einige Teilnehmer dann beim Runterfahren zum Roten Haus (Haus am Roten Moor) einige Meter vom Rad absteigen mussten, damit das nächste Etappenziel sicher erreicht wurde. Auf der Terrasse des Roten Hauses konnten wir dann die ruhige Vor-Abendstimmung bei Bratwurst und Getränken gemeinschaftlich genießen, bevor wir über die Alte Reichsstraße, Schwedenwall und Mosbach zurück nach Gersfeld fuhren. Einige haben noch einen „Absacker“ an der Gaststätte Jausenstation zur Hohen Rhön in Mosbach zu sich genommen. Gegen 18:00 / 19:00 Uhr sind alle wieder gut gelaunt, gesund und ohne Panne in Gersfeld angekommen. Die Fahrtstrecke betrug insgesamt 52 km. Wir danken allen Teilnehmern für den schönen, gemeinsamen Tag in unserer herrlichen Rhön. Margit Goldbach und Ingrid Boll-Mehler hatten die Tour organisiert. Bericht und Fotos: Ingrid Boll-Mehler
von Margit Trittin 5. Juli 2026
Wanderung auf der Gersfelder Sonnenseite am 05. Juli 2026 Wir trafen uns um 9.00 Uhr am Gersfelder Marktplatz. 9 Wanderer starteten bei herrlichstem Wanderwetter und gingen über den heilklimatischen Rundweg 2 vorbei am Aussiedlerhof Richter den Südhang der Wasserkuppe bergan. Unterwegs gesellte sich eine weitere Wanderin zu uns. Wir rasteten kurz bei der Wegegabelung nach Obernhausen. Voller Elan erklommen wir den Eubestein und genossen die herrliche Aussicht von hier. In Abänderung unserer geplanten Route wanderten wir auf die Eube (830,8 m hoch). Über den sogenannten Indianerpfad suchten wir den Weg nach Güntersberg. Weil wir diesen Abstieg nicht fanden, liefen wir den früheren Skilifthang Richtung Guckaisee hinunter. Von hier aus führte uns der Weg nach Güntersberg. Im Bauernladen bei Claudia und Eckard machten wir Rast. Von hier aus ging es über das Roth nach Schachen und den Komberg wieder nach Gersfeld zurück. Um 15.00 Uhr waren wir wieder in Gersfeld. Die Route war mit 14 km länger als geplant. Trotzdem waren alle bei guter Laune. Auch der kleine Regenschauer unterwegs verdarb uns nicht die Stimmung. Text: Wanderführerin Margit Trittin Fotos: Margit Trittin und Thomas Niedling
von Margit Trittin 26. Juni 2026
Feierabendwanderung Burgruine Osterburg am Freitag, 26.06.2026 Mit unseren Wanderfreunden aus Oberweißenbrunn hatten wir uns verabredet. Vom Parkplatz des Doppelliftes Arnsberg wollten wir zur Osterburg laufen. Der Tag war sehr heiß (in Gersfeld 34°C). Die Wanderführerin Silvia Scholz sagte die Veranstaltung zunächst telefonisch ab. Die Vorsitzende Margit Trittin telefonierte mit dem Wanderführer der Oberweißenbrunner, Raimund Kleinhenz. Sie entschieden, sich an dem vereinbarten Ort zu treffen. Marianne und Ilse gesellten sich dazu. Wir gingen der Straße entlang im Schatten der Bäume und dann durch den Wald zur Osterburg. Nach ca. 20 Minuten erreichten wir unser Ziel. Im Innenhof des Burgfrieds erläuterte uns Raimund Kleinhenz die Geschichte und die Namensgebung der Burg. Die Ausgrabungen sind erst 2005 abgeschlossen worden. Nach einem kurzen Rundgang durch Palas und die umliegenden Höfe traten wir unseren Rückweg an. Danke an Raimund Kleinhenz, der leider der einzige Oberweißenbrunner bei der Veranstaltung war. Wanderstrecke insgesamt: 3 km Dauer mit Pausen und Erläuterungen: 2 Stunden Bericht und Fotos: Wanderführerin Margit Trittin
von Margit Trittin 23. Juni 2026
Der Gersfelder Rhönklub beteiligt sich seit vielen Jahren an der Mahd der Lupinen auf der Hochrhön. Dieses Jahr war bei schwülwarmen Sommerwetter wieder eine Männertruppe auf der Hochrhön aktiv. Die Gersfelder mähen immer die gleiche Fläche. Es sind die Stellen, die nicht mit Maschinen gemäht werden können. Die Fläche wird uns von der Bayrischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates zugeteilt. Mit viel Engagement haben sich 5 Männer (Otto Müller, Horst Günther, Kurt Schönfeld, Waldemar Niebling und Harald Hanka) der Beseitigung der nicht standorttypischen Pflanze gewidmet.  Versorgt wurde die Truppe mit einem reichhaltigen Frühstück von Susi Maul und Margit Trittin. Die Mäher mit Susi Maul auf der Hochrhön:
von Sabrina Heid 13. Juni 2026
Hessentag 2026 in Fulda Der Rhönklub war auf dem Hessentag mit einem Informationsstand in der beliebten Sonderschau „Der Natur auf der Spur“ vertreten. Am 13. Juni 2026 hatte der Zweigverein Gersfeld den Dienst übernommen. Bericht und Fotos: Sabrina Heid
von Ingrid Boll-Mehler 7. Juni 2026
E-Bike Tour "in die hohe Rhön" Am Sonntag, den 07.06.2026, starteten wir zu unserer diesjährigen ersten E-Bike-Tour des Gersfelder Rhönklubs. Ursprünglich war die Tour für den 31. Mai geplant; aufgrund des starken Regens am 31.05. vormittags und der schlechten Wettervorhersagen für den Nachmittag, haben wir an diesem Tag die Tour gegen 11 Uhr abgesagt und für den nächsten Sonntag erneut angesetzt. So versammelten wir uns am 07.06. um 13 Uhr bei herrlichem Radwetter vor dem Gersfelder Rathaus und machten vor dem Start eine Gemeinschaftsaufnahme. Insgesamt waren wir 7 Teilnehmer. Wir fuhren mit unseren E-Biks über Sandberg, Obernhausen, Gänshof, Alte Reichsstraße, durch den Wald am Holzberghof vorbei, zum Rothsee. Dort machten wir am Kiosk eine Einkehrpause mit Kaffee und Kuchen. Auch die Bratwürste und das Bier haben uns geschmeckt. Auf dem Rückweg fuhren wir ein kleines Stück die Hochrhönstraße und dann über Seitenwege runter nach Bischofsheim und über den Radweg nach Frankenheim, Oberweißenbrunn, Rodenbach, zurück zum Gersfelder Marktplatz, den wir gegen 17 Uhr wieder erreichten. Es war eine landschaftlich schöne, abwechslungsreiche Strecke (35 km), mit herrlichen Aussichten. Die Steigungen zum Beginn der Tour und die geschotterten Wege im Wald wurden von den Teilnehmern gut bewältigt. Unseren gemeinsamen „Abschluss“ machten wir bei herrlichem Sonnenschein und kühlen Getränken im Biergarten am Gersfelder Marktplatz. Die Tour hatten Margit Goldbach und Ingrid Boll-Mehler organisiert. Bericht und Fotos von Ingrid Boll-Mehler
von Marietta Preiß-Schäfer 30. Mai 2026
Tour zur Sonderausstellung ins Frankfurter „STÄDEL“ am 30.05.2026 Um uns mit der Kunst des Malers Claude Monet zu beschäftigen, machten wir uns am 30. Mai mit acht Personen auf den Weg nach Frankfurt ins „Städel“. Mit der Bahn erreichten wir gegen Mittag das Museum, wo zwei Rhönklubmitglieder, die im Frankfurter Raum wohnen, zu uns stießen. Alle besuchten im eigenen Tempo die Sonderausstellung mit dem Titel „Monets Küste“. Sehr schnell wurde uns klar, dass die Werbung für eine „Monet-Ausstellung“ irreführend war. Vielmehr stand im Mittelpunkt das Dorf Étretat in der Normandie. Dieses wurde im 19. Jahrhundert zum Ziel vieler Maler, Fotografen und Künstler. Dementsprechend wurden die Ansichten dieser Region, vor allem die Felsformationen und das Meer auf vielfältige Weise von unterschiedlichsten Künstlern dargestellt. Die verschiedenen Maltechniken, Ansichten, Fotografien waren beeindruckend, jedoch hatten wir einen Schwerpunkt bei Gemälden von Monet erwartet. Weitere Werke dieses Künstlers des Impressionismus fanden wir in den anderen Abteilungen des Städel. Diese boten auch überraschende Werke junger Künstler, wie lebensgroße Figuren von Kindern oder einem Turner. Je nach Wunsch setzten wir in Kleingruppen den Ausflug nach Frankfurt mit einem Abstecher nach Sachsenhausen, einem Kurzbesuch der Skulpturensammlung im Liebighaus oder einem Spaziergang am Main fort. Mit vielen neuen Eindrücken kehrten wir gegen Abend nach Gersfeld zurück. Bericht: Marietta Preiß-Schäfer Fotos: Vladislava Niedling
von Jan Gutermuth 8. Mai 2026
Sechste Stolperstein-Verlegung: Erinnerung an die Familien Federlein und Wahlhaus – Bewegende Rückgabe eines Gebetbuches Am 8. Mai 2026, dem Jahrestag des "Victory in Europe Day", fand in Gersfeld die sechste Stolperstein-Verlegung statt. Die Zeremonie gedachte der Rhöner und Gersfelder Opfer der NS-Zeit, die aufgrund ihrer Religion oder Abstammung verfolgt, gedemütigt, vertrieben und getötet wurden. Insgesamt 13 neue Stolpersteine wurden für Mitglieder der Familien Federlein und Wahlhaus verlegt. Ein besonderes Merkmal der diesjährigen Veranstaltung war die Anwesenheit zahlreicher Nachfahren aus München, England und den USA, was der Gedenkfeier eine sehr persönliche und bewegende Note verlieh. Im Fokus standen zwei Gersfelder Familien: Die Familie Federlein: Die Familie Federlein, ursprünglich aus Hettenhausen und später in der Fliegerstraße in Gersfeld ansässig, sah sich ab 1933 massiven Anfeindungen ausgesetzt. Julius und Selma Federlein, die in Gersfeld ein Viehhandelsgeschäft betrieben, wurden an der Ausübung ihres Berufs gehindert, Fensterscheiben ihres Hauses wurden eingeschlagen und ihre Kinder wurden in der Schule belästigt und geschlagen. 1936 flohen Julius und Selma zusammen mit fünf ihrer Kinder (Hermann, Babette, Ilse, Irma, Liselotte) nach Palästina. Julius Federlein verstarb dort 1942, Selma 1964 in Israel. Die älteren Söhne Max und Karl gingen eigene Wege: Max floh 1938 in die USA, Karl bereits 1933 als erster seiner Familie nach Palästina. Die Familie Federlein überlebte glücklicherweise komplett und zählt heute über 100 Nachfahren, die auf zwei Kontinenten leben und ein gutes Verhältnis zu Deutschland pflegen. Daniel Greenwald, ein Nachfahre der Familie Federlein, war eigens aus München angereist. Die Familie Wahlhaus: Abraham und Paula Wahlhaus lebten in der Karlstraße und waren ebenfalls im Viehhandel tätig. Auch sie litten unter der beginnenden NS-Verfolgung; Abraham wurde mehrfach angegriffen und sein Geschäft behindert. Ihr Sohn Sighard floh 1939 im Alter von 17 Jahren nach England, nachdem er eine Lehre als Feinmechaniker in Frankfurt absolviert hatte. Er diente später in der britischen Armee und hinterließ eine Familie mit zwei Söhnen. Sein Sohn Paul Wahlhaus reiste für die Zeremonie aus England an. Tragischerweise wurde Selmar Wahlhaus, der zweite Sohn, 1942 von Frankfurt nach Majdanek deportiert und dort kurz nach seinem 19. Geburtstag ermordet. Abraham und Paula Wahlhaus, die noch 1940 Visa für eine geplante Flucht nach Bolivien besaßen, konnten Deutschland nicht verlassen, da Ausreisen nach 1940 zunehmend durch die Behörden behindert wurden. Sie wurden 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo Abraham 1942 ums Leben kam. Paula wurde 1943 ins Vernichtungslager Auschwitz gebracht und dort ermordet. Ein besonders emotionaler Höhepunkt der Zeremonie war die Übergabe eines kleinen Gebetbuches, des sogenannten „Pentateuch“, das einst Rosa Morgenroth gehörte. Rosa und Löser Morgenroth, die 1941 aus Gersfeld ins Ghetto Riga deportiert und ermordet wurden, hatten das Buch vor ihrer Deportation in Gersfeld zurückgelassen. Es wurde über Jahrzehnte sicher aufbewahrt und nun nach fast 85 Jahren an ihre Nachfahrin Diane Morgenroth überreicht, die für die Zeremonie aus den USA angereist war. Dieses persönliche Erinnerungsstück symbolisiert ein Stück Familiengeschichte, das nun wieder in die Hände der ursprünglichen Familie zurückfand. Mit den nunmehr verlegten Steinen erhöht sich die Gesamtzahl der Stolpersteine in Gersfeld auf 96. Text: Jan Gutermuth Fotos: Klaus Peter Gutermuth
von Renate Müller 3. Mai 2026
Bericht Frühlingswanderung am 03.05.2026 auf dem Franziskusweg Am 3. Mai 2026 trafen wir uns zu unserer kleinen Frühlingswanderung auf dem Franziskusweg an der Thüringer Hütte. 15 Wanderfreunde und -freundinnen waren gekommen und wir fuhren in Fahrgemeinschaften zur Thüringer Hütte. Nach einer kurzen Beschreibung des Lebens von Franz von Assisi machten wir uns auf den 5 km langen Rundweg. 10 Kunststationen, die dem "Sonnengesang" des hl. Franziskus nachempfunden waren und 7 Lebensweg-Weisheiten begleiteten uns auf unserer Tour. Sonnenschein und herrlich bunte Frühlingswiesen machten diesen Ausflug zu einer gelungenen Frühlingswanderung. In der Thüringer Hütte beendeten wir bei Kaffee und Kuchen diesen schönen Tag. Bericht: Wanderführerin Renate Müller
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