Jahresabschlusswanderung 2026 Hochrhön
Jahresabschlusswanderung in der Hochrhön am 25. Oktober 2026
Die Wetteraussichten für unseren Wandersonntag waren nicht berauschend. Regen und sich ständig ändernde Meldungen zu Windstärken und Sturmböen, sorgten wahrscheinlich dafür, dass ich als Wanderführerin lange allein an unserem Treffpunkt am Marktplatz wartete. Ich hatte es befürchtet. Doch sagte meine Wetter-App für die Hochrhön ab Mittag besseres Wetter voraus. Jenny und Stephan sahen das wohl genauso optimistisch und so fuhren wir zu Dritt zur Thüringer Hütte, dem Startpunkt der Tour. Mit Regenjacken, Regencapes, Mütze und Handschuhen bestens geschützt starteten wir gutgelaunt.
Der Regen peitschte uns ins Gesicht, unsere Capes wedelten im Wind. Warm wurde uns trotzdem beim Aufstieg bis zu dem höchsten Punkt der Tour, einem Aussichtspunkt auf 840 Metern Höhe. Anfangs war nicht viel zu sehen, weil alles um uns herum und in der Ferne wolkenverhangen war. Während wir etwas tranken und die Informationstafel studierten, riss der Himmel auf. Die Sonne kam hervor und wir wurden mit einer Fernsicht bis nach Thüringen belohnt. Wir verstauten die Capes im Rucksack und wanderten meist im Sonnenschein, mit Regenbögen in der Ferne unter bizarren Wolkenformationen weiter über die freien Wiesenflächen bis zum Eisgraben. Dieser führte nach dem Regen viel Wasser. Der Wasserfall wurde nach dem langen trocknen Sommer endlich mal wieder seinem Namen gerecht. Dort legten wir eine kleine Pause ein. Weiter ging es bergab mit einem Abstecher zur Frauenhöhle, Richtung Hillenberg. Im Naturwaldreservat Schlossberg konnten wir den herbstlichen Buchenwald und die weichen Waldwege in aller Ruhe genießen. Nichts war von Wind und Sturm zu hören oder zu spüren. Gegen 14:30 Uhr saßen wir wie geplant am Ziel der Tour, in der Thüringer Hütte. Die Entscheidung, ob wir lieber Riesenwindbeutel oder etwas Herzhaftes essen, war nicht leicht zu treffen. Am Ende waren wir satt und zufrieden, uns auf das Abenteuer Wetterküche Hochrhön eingelassen zu haben. Auf dem Weg zum Auto kam die nächste Regenfront. Aber das war egal.
Text/Bilder: Karola Ferchland, Jenny Hüttner












