Stand auf dem Hessentag 2026
Sabrina Heid • 13. Juni 2026

Der Gersfelder Rhönklub beteiligt sich seit vielen Jahren an der Mahd der Lupinen auf der Hochrhön. Dieses Jahr war bei schwülwarmen Sommerwetter wieder eine Männertruppe auf der Hochrhön aktiv. Die Gersfelder mähen immer die gleiche Fläche. Es sind die Stellen, die nicht mit Maschinen gemäht werden können. Die Fläche wird uns von der Bayrischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates zugeteilt. Mit viel Engagement haben sich 5 Männer (Otto Müller, Horst Günther, Kurt Schönfeld, Waldemar Niebling und Harald Hanka) der Beseitigung der nicht standorttypischen Pflanze gewidmet. Versorgt wurde die Truppe mit einem reichhaltigen Frühstück von Susi Maul und Margit Trittin. Die Mäher mit Susi Maul auf der Hochrhön:

E-Bike Tour "in die hohe Rhön" Am Sonntag, den 07.06.2026, starteten wir zu unserer diesjährigen ersten E-Bike-Tour des Gersfelder Rhönklubs. Ursprünglich war die Tour für den 31. Mai geplant; aufgrund des starken Regens am 31.05. vormittags und der schlechten Wettervorhersagen für den Nachmittag, haben wir an diesem Tag die Tour gegen 11 Uhr abgesagt und für den nächsten Sonntag erneut angesetzt. So versammelten wir uns am 07.06. um 13 Uhr bei herrlichem Radwetter vor dem Gersfelder Rathaus und machten vor dem Start eine Gemeinschaftsaufnahme. Insgesamt waren wir 7 Teilnehmer. Wir fuhren mit unseren E-Biks über Sandberg, Obernhausen, Gänshof, Alte Reichsstraße, durch den Wald am Holzberghof vorbei, zum Rothsee. Dort machten wir am Kiosk eine Einkehrpause mit Kaffee und Kuchen. Auch die Bratwürste und das Bier haben uns geschmeckt. Auf dem Rückweg fuhren wir ein kleines Stück die Hochrhönstraße und dann über Seitenwege runter nach Bischofsheim und über den Radweg nach Frankenheim, Oberweißenbrunn, Rodenbach, zurück zum Gersfelder Marktplatz, den wir gegen 17 Uhr wieder erreichten. Es war eine landschaftlich schöne, abwechslungsreiche Strecke (35 km), mit herrlichen Aussichten. Die Steigungen zum Beginn der Tour und die geschotterten Wege im Wald wurden von den Teilnehmern gut bewältigt. Unseren gemeinsamen „Abschluss“ machten wir bei herrlichem Sonnenschein und kühlen Getränken im Biergarten am Gersfelder Marktplatz. Die Tour hatten Margit Goldbach und Ingrid Boll-Mehler organisiert. Bericht und Fotos von Ingrid Boll-Mehler

Tour zur Sonderausstellung ins Frankfurter „STÄDEL“ am 30.05.2026 Um uns mit der Kunst des Malers Claude Monet zu beschäftigen, machten wir uns am 30. Mai mit acht Personen auf den Weg nach Frankfurt ins „Städel“. Mit der Bahn erreichten wir gegen Mittag das Museum, wo zwei Rhönklubmitglieder, die im Frankfurter Raum wohnen, zu uns stießen. Alle besuchten im eigenen Tempo die Sonderausstellung mit dem Titel „Monets Küste“. Sehr schnell wurde uns klar, dass die Werbung für eine „Monet-Ausstellung“ irreführend war. Vielmehr stand im Mittelpunkt das Dorf Étretat in der Normandie. Dieses wurde im 19. Jahrhundert zum Ziel vieler Maler, Fotografen und Künstler. Dementsprechend wurden die Ansichten dieser Region, vor allem die Felsformationen und das Meer auf vielfältige Weise von unterschiedlichsten Künstlern dargestellt. Die verschiedenen Maltechniken, Ansichten, Fotografien waren beeindruckend, jedoch hatten wir einen Schwerpunkt bei Gemälden von Monet erwartet. Weitere Werke dieses Künstlers des Impressionismus fanden wir in den anderen Abteilungen des Städel. Diese boten auch überraschende Werke junger Künstler, wie lebensgroße Figuren von Kindern oder einem Turner. Je nach Wunsch setzten wir in Kleingruppen den Ausflug nach Frankfurt mit einem Abstecher nach Sachsenhausen, einem Kurzbesuch der Skulpturensammlung im Liebighaus oder einem Spaziergang am Main fort. Mit vielen neuen Eindrücken kehrten wir gegen Abend nach Gersfeld zurück. Bericht: Marietta Preiß-Schäfer Fotos: Vladislava Niedling

Sechste Stolperstein-Verlegung: Erinnerung an die Familien Federlein und Wahlhaus – Bewegende Rückgabe eines Gebetbuches Am 8. Mai 2026, dem Jahrestag des "Victory in Europe Day", fand in Gersfeld die sechste Stolperstein-Verlegung statt. Die Zeremonie gedachte der Rhöner und Gersfelder Opfer der NS-Zeit, die aufgrund ihrer Religion oder Abstammung verfolgt, gedemütigt, vertrieben und getötet wurden. Insgesamt 13 neue Stolpersteine wurden für Mitglieder der Familien Federlein und Wahlhaus verlegt. Ein besonderes Merkmal der diesjährigen Veranstaltung war die Anwesenheit zahlreicher Nachfahren aus München, England und den USA, was der Gedenkfeier eine sehr persönliche und bewegende Note verlieh. Im Fokus standen zwei Gersfelder Familien: Die Familie Federlein: Die Familie Federlein, ursprünglich aus Hettenhausen und später in der Fliegerstraße in Gersfeld ansässig, sah sich ab 1933 massiven Anfeindungen ausgesetzt. Julius und Selma Federlein, die in Gersfeld ein Viehhandelsgeschäft betrieben, wurden an der Ausübung ihres Berufs gehindert, Fensterscheiben ihres Hauses wurden eingeschlagen und ihre Kinder wurden in der Schule belästigt und geschlagen. 1936 flohen Julius und Selma zusammen mit fünf ihrer Kinder (Hermann, Babette, Ilse, Irma, Liselotte) nach Palästina. Julius Federlein verstarb dort 1942, Selma 1964 in Israel. Die älteren Söhne Max und Karl gingen eigene Wege: Max floh 1938 in die USA, Karl bereits 1933 als erster seiner Familie nach Palästina. Die Familie Federlein überlebte glücklicherweise komplett und zählt heute über 100 Nachfahren, die auf zwei Kontinenten leben und ein gutes Verhältnis zu Deutschland pflegen. Daniel Greenwald, ein Nachfahre der Familie Federlein, war eigens aus München angereist. Die Familie Wahlhaus: Abraham und Paula Wahlhaus lebten in der Karlstraße und waren ebenfalls im Viehhandel tätig. Auch sie litten unter der beginnenden NS-Verfolgung; Abraham wurde mehrfach angegriffen und sein Geschäft behindert. Ihr Sohn Sighard floh 1939 im Alter von 17 Jahren nach England, nachdem er eine Lehre als Feinmechaniker in Frankfurt absolviert hatte. Er diente später in der britischen Armee und hinterließ eine Familie mit zwei Söhnen. Sein Sohn Paul Wahlhaus reiste für die Zeremonie aus England an. Tragischerweise wurde Selmar Wahlhaus, der zweite Sohn, 1942 von Frankfurt nach Majdanek deportiert und dort kurz nach seinem 19. Geburtstag ermordet. Abraham und Paula Wahlhaus, die noch 1940 Visa für eine geplante Flucht nach Bolivien besaßen, konnten Deutschland nicht verlassen, da Ausreisen nach 1940 zunehmend durch die Behörden behindert wurden. Sie wurden 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo Abraham 1942 ums Leben kam. Paula wurde 1943 ins Vernichtungslager Auschwitz gebracht und dort ermordet. Ein besonders emotionaler Höhepunkt der Zeremonie war die Übergabe eines kleinen Gebetbuches, des sogenannten „Pentateuch“, das einst Rosa Morgenroth gehörte. Rosa und Löser Morgenroth, die 1941 aus Gersfeld ins Ghetto Riga deportiert und ermordet wurden, hatten das Buch vor ihrer Deportation in Gersfeld zurückgelassen. Es wurde über Jahrzehnte sicher aufbewahrt und nun nach fast 85 Jahren an ihre Nachfahrin Diane Morgenroth überreicht, die für die Zeremonie aus den USA angereist war. Dieses persönliche Erinnerungsstück symbolisiert ein Stück Familiengeschichte, das nun wieder in die Hände der ursprünglichen Familie zurückfand. Mit den nunmehr verlegten Steinen erhöht sich die Gesamtzahl der Stolpersteine in Gersfeld auf 96. Text: Jan Gutermuth Fotos: Klaus Peter Gutermuth

Bericht Frühlingswanderung am 03.05.2026 auf dem Franziskusweg Am 3. Mai 2026 trafen wir uns zu unserer kleinen Frühlingswanderung auf dem Franziskusweg an der Thüringer Hütte. 15 Wanderfreunde und -freundinnen waren gekommen und wir fuhren in Fahrgemeinschaften zur Thüringer Hütte. Nach einer kurzen Beschreibung des Lebens von Franz von Assisi machten wir uns auf den 5 km langen Rundweg. 10 Kunststationen, die dem "Sonnengesang" des hl. Franziskus nachempfunden waren und 7 Lebensweg-Weisheiten begleiteten uns auf unserer Tour. Sonnenschein und herrlich bunte Frühlingswiesen machten diesen Ausflug zu einer gelungenen Frühlingswanderung. In der Thüringer Hütte beendeten wir bei Kaffee und Kuchen diesen schönen Tag. Bericht: Wanderführerin Renate Müller

Rundwanderung zum Bismarckturm Bad Kissingen 2026 Am Sonntagmorgen 19. April 2026 gegen 9 Uhr trafen sich acht mutige Wanderer im Regen um die Linde am Gersfelder Marktplatz und fuhren anschließend mit zwei PKW nach Bad Kissingen. Unterwegs sammelten sie eine Wanderfreundin aus dem benachbarten Frankenheim beim Kapellchen Oberweißenbrunn ein. Je näher die Autos nach Bad Kissingen kamen, desto besser wurde das Wetter, so dass sie glücklicherweise kurz vor 10 Uhr bei nur noch nieselndem, stark nachlassendem Regen starten konnten. Schon auf dem Weg zum Stationsberg verließ sie der Regen und die Sonne belohnte mit ihren warmen Frühlingsstrahlen etwas. Auf dem Weg zum Osterberg kamen die Wanderer an einigen Gräbern von verstorbenen Soldaten aus dem Bayrisch-Preußischen Krieg, Schlacht vom 10. Juli 1866 um Bad Kissingen, vorbei. Die Erzählungen des Wanderführers aus der Geschichte über diesen Krieg stimmte die Wanderfreunde nachdenklich. Gegen 12 Uhr mittags erreichte die Gruppe die Osterberghütte und legte mit Blick auf Bad Kissingen eine Rast ein. Gestärkt liefen die Wanderer durch den frühlingshaften Wald, der viel Vogelgezwitscher und ein Käutzchen zu bieten hatte, das zu hören war, ins Tal hinab, bevor letztlich noch der Sinnberg zu besteigen war. Auf dem Weg bergab von dort nach Bad Kissingen kamen sie nach einem kurzen Abstecher in den Sinnberggarten, ein Naturgarten vom Bund Naturschutz, endlich zum Bismarckturm, der Otto Fürst von Bismarck gewidmet ist. Von oben konnte man gut sehen, dass die Rhön immer noch wolkenverhangen war, während weiter im Süden der Himmel aufriss. Es war der richtige Ausflgsort für diesen Tag gewählt worden. Kurz bevor es noch einmal anfing zu regnen, erreichte die Gruppe die Stadt, wo Markttag war und alles voller Touristen. Ein starker Kontrast zu der Idylle in den friedlichen Laub- und Nadelwäldern der Umgebung. Nach dem Besuch des Kurparks kehrten die neun hungrigen Wanderer im Gasthaus zur Post ein. Satt und müde liefen sie zum Parkplatz Bergmannstraße zurück. Unterwegs kam die Sonne wieder zum Vorschein und alle waren sich einig, dass es richtig gewesen war, diesen Tag in der schönen Natur zu verbringen. Gegen 17 Uhr waren sie wieder in Gersfeld. Bericht: Vlada und Thomas Niedling Fotos: Thomas Niedling

Jazz et Chanson Am 26. März 2026 trafen sich acht kulturbegeisterte Personen vor dem Rathaus in Gersfeld. Zwei weitere nahmen wir unterwegs nach Bad Neustadt a. d. Saale mit. Dank unserer Gäste aus Fulda, Artur und Tanja, konnten wir ganz entspannt mit zwei Autos zu unserer kleinen Kulturreise aufbrechen. In Bad Neustadt erwartete uns ein gemütlicher Abend in der Stadthalle. Schon nach den ersten Klängen der Band und mit der warmen Stimme der Sängerin, Birgit Süß, fühlten wir uns wie mitten in Frankreich. Mit viel Charme und kleinen Geschichten zu jedem Lied wurde schnell klar: Beim Chanson dreht sich alles um die Liebe. Die gefühlvollen französischen Klassiker nahmen uns sofort mit und die zwei Stunden vergingen wie im Flug. Gegen 22 Uhr machten wir uns auf den Rückweg nach Gersfeld. Wir waren uns einig: Ein bisschen Chanson haben wir an diesem Abend alle mit nach Hause genommen. Bericht: Vlada Niedling

Besuch des Spielfilms „Ein (fast) perfekter Antrag“ am 17. März 2026 „Einfach schön“ – so könnte man kurz den Eindruck wiedergeben, den die acht Besucherinnen nach dem Film, den wir am 17. März im Cinestar-Kino in Fulda angeschaut haben, hatten. Zum Inhalt des Filmes: Zwei Personen, die 40 Jahre zuvor bereits ein Paar waren, treffen sich zufällig in einem Restaurant wieder. Ihre Lebensläufe können unterschiedlicher nicht sein. Eine Professorin für Kunstgeschichte, die lebenslustig und offen ihren Alltag gestaltet begegnet dem Ingenieur, der als Eigenbrötler mit seinem Hund einem strukturierten Lebenswandel nachgeht. Sein Interesse an der ehemaligen Freundin erwacht neu und er wirbt intensiv um ihre Zuneigung. Sogar als Gaststudent lässt er sich in ihre Vorlesungen einschreiben. Durch den Umgang mit den Kommilitonen verändert er sich und letztlich wird wieder ein Paar aus den beiden. Mit Iris Berben und Heiner Lauterbach waren die Hauptdarsteller perfekt besetzt und trugen ganz wesentlich zum Gelingen dieses Filmes bei. Viele kritische Themen unserer Gegenwart wurden angeschnitten, jedoch nicht ausführlich bearbeitet. Dies tat unserem Vergnügen keinen Abbruch und wir genossen einen „einfach schönen“ Filmnachmittag. Bericht: Marietta Preiß-Schäfer

Frauentagswanderung am 08.03.2026 22 Frauen, darunter auch Wanderfreundinnen aus den Zweigvereinen Hünfeld, Bischofsheim und Poppenhausen sowie 2 Frauen aus Fulda, trafen sich um 10:00 Uhr am Gersfelder Marktplatz. Wir liefen bei bestem Frühlingswetter hinauf zu Gersfelds Sonnenseite, gingen weiter über den Komberg, stiegen ab zur Fulda, wanderten zum Wiesengrund Scheibelbach, über die Höhe nach Gersfeld zurück. An 3 Stationen legten wir kurze Pausen ein. Wir erfuhren jeweils etwas über die Geschichte des Wanderns allgemein, über wandernde Frauen einst und heute, über Wandermode und über wandernde Frauen in der Literatur. Diese Themen boten anschließend jede Menge Gesprächsstoff. Auf den Höhen konnten wir schöne Aussichten auf die Stadt Gersfeld und die umgebenden Berge genießen. Zum Abschluss kehrten wir 13:30 Uhr im Gasthof Krone Post ein, um zu feiern und uns zu stärken. Rhöner Biere, Limonaden, Salate, Burger, Schnitzel u.v.m. taten gut und waren sehr lecker. Text und Bilder: Karola Ferchland

Kräppelwanderung am Sonntag 22. März 2026 Nachdem wir uns am Sonntag, den 22.02.2026, am Gersfelder Marktplatz getroffen hatten wanderten wir durch den Schloßpark über den Komberg nach Schachen und weiter nach Maiersbach. Wir waren 11 Wanderer und unterwegs gesellten sich noch 3 weitere Wanderer dazu. Mit 14 Wanderern trafen wir gegen 14:30 Uhr im Gasthof Erlengrund in Maiersbach ein. Unterwegs hatten wir Wind, Sturm und Regen zu überstehen. Der Schnee war schon überall weggetaut und Erle und Haselnuss haben sich schon auf Frühjahr eingestellt. Nach Maiersbach waren noch 11 zusätzliche Rhönklubberer mit den Autos gekommen, so dass wir insgesamt 25 Personen waren. Die Wirtin Ellen Goldbach erwartete uns schon und sie hatte wieder herrlich duftende Kräppel für uns gebacken. Bei Kaffee und Kräppel und lustiger Unterhaltung verging die Zeit wie im Fluge. Gegen 16:00 Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg. Das Wetter hatte sich nicht beruhigt und so wurden wir auch auf dem Heimweg nass. Ein gelungener Hutzelsonntag mit Regen und guten Kräppeln. Wanderstrecke: 7 km Wanderführerin: Susi Maul Bilder und Text: Maul Susi und Trittin Margit





